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Theaterunterricht in alle Schulen!

Kongressresolution Hamburg März 2012

Das Unterrichtsfach Theater muss Bestandteil der kulturell-ästhetischen Bildung werden und ist insbesondere in die Stundentafel in der Sekundarstufe I aller Schulformen aufzunehmen!

Die Bedeutung von Bildung und Ausbildung für eine erfolgreiche Lebensgestaltung von Jugendlichen hat erheblich an Gewicht gewonnen. Bildung ist die zentrale Ressource für die individuelle und gesellschaftliche Zukunft.

Alle Jugendlichen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft und Sozialisations-Hintergrund haben ein Anrecht auf persönlichkeitswirksame Bildung und kulturelle Teilhabe an der zukünftigen Gesellschaft.

Insbesondere Jugendliche aus anderen kulturellen und ethnischen, vor allem aber aus bildungsfernen Kontexten müssen in der Schule gefördert werden.  

Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von Wissen, sondern um die Schaffung von Lebens-, Arbeits- und Erfahrungsräumen, die die Entwicklung der Jugendlichen fördern.

Eine wichtige Aufgabe besteht darin, allen Jugendlichen ihren eigenen produktiven und rezeptiven Zugang zu den Künsten zu eröffnen, also die ästhetische Bildung massiv und nachhaltig zu stärken und zugleich dauerhaft institutionell abzusichern.

Dazu bietet der Theaterunterricht besondere Möglichkeiten: Theaterspiel ist eines der machtvollsten Bildungsmittel: ein Mittel, die eigene Person zu überschreiten, ein Mittel der Erkundung von Menschen und Schicksalen und ein Mittel der Gestaltung der so gewonnenen Einsicht.

Da in der Sekundarstufe I alle Jugendlichen erreicht werden, insbesondere aus den migrantischen und bildungsarmen Milieus, ist hier die Verankerung des Unterrichtsfachs Theater in der Stundentafel umso dringender.

Der Theaterunterricht entfaltet in der Schule besondere Wirkung! 

Pädagogisch und künstlerisch angeleiteter Theaterunterricht in den Schulen vermag die individuelle Entwicklung der Jugendlichen in Sinne von Selbstbestimmung und Handlungskompetenz nachhaltig zu fördern.

Der Theaterunterricht fördert mit den Mitteln der darstellenden Künste die sinnliche (leibliche) Wahrnehmung, das ästhetische Empfinden und Verstehen.  

Der Theaterunterricht fördert die individuelle Persönlichkeitsentwicklung und die soziale Kompetenz.

Die künstlerische Theaterarbeit ermöglicht die Reflexion sozialer Wirklichkeiten und deren Bezug auf die eigene Person

Der Theaterunterricht fördert den Spracherwerb und das Ausdrucksvermögen.

Im Theaterunterricht entwickeln Jugendliche kreative Formen problemlösenden Denkens.

Der Theaterunterricht fördert die Integration von Jugendlichen, die sich aus verschiedensten Gründen von der Mehrheit(sgesellschaft) ausgeschlossen fühlen.

Der Theaterunterricht fördert die Gewalt- und Suchtprävention.

Der Theaterunterricht muss durch schulische Fachlehrkräfte erteilt werden!

Wir brauchen Theater mit produktions-, rezeptions- und werkästhetischen Perspektiven als drittes künstlerisches Fach neben Musik und Kunst in der Schule. Die fachlich qualifizierte Lehrerausbildung in den Ländern an Universitäten, Hochschulen und Studienseminaren muss deshalb vorrangiges Ziel werden. Das Fach Theater kann nicht durch Kooperationsprojekte mit außerschulischen Einrichtungen oder Personen ersetzt werden. Nur auf der Grundlage eines kontinuierlichen Theaterunterrichts durch schulische Fachlehrkräfte können künstlerische Projekte mit außerschulischen Partnern nachhaltige Wirkung haben.

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