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Sommerakademie

Anhang zum Brief „TheaterSchule - Sommerakademie Brandenburg 2009“

Themenzyklus 2008 - 2010 „Werte im Wandel“

2008: Gesellschaftliche Werte. Stückvorlage: Top Dogs. Urs Widmer. 1997


Besonders in Deutschland erscheint die Frage nach dem Wir- Gefühl und den Gemeinsamkeiten unserer
Gesellschaft antiquiert bzw. von deutscher Geschichte belastet. Andere westliche Industrienationen vereinen
sich bisweilen noch unter der Fahne der Nation und im gemeinsamen Singen der Hymne. Patriotische
Gefühle sind bei uns hingegen vielen noch suspekt. Nichts desto trotz stellt sich auch für unsere Gesellschaft
die Frage, was uns als Individuen noch verbindet. Können wir gemeinsam auf etwas stolz sein? Haben wir
gemeinsam Werte, die wir für verteidigungswert halten? Wie würde die Verteidigung aussehen
Aber was geschieht, wenn wir diese Fragen mit NEIN beantworten? Kommen wir jedoch zu positiven
Antworten, wird dann nicht die historische Errungenschaft des autonomen Individuums zu sehr
eingeschränkt? Und wer legt die gemeinsamen Werte fest?
Mit dem Stück „Top Dogs“ können diese Fragen in der Sommerakademie 2008 einführend behandelt
werden. An den entlassenen Top-Managern zeigt sich, wie gesellschaftliche Werte das Individuum derart
bestimmen, dass keine individuellen Werte mehr herangezogen werden können. Thematisiert werden
gesellschaftliche Werte, die sich aus dem Bereich eines auf Profit hin orientierten ökonomischen Systems
ergeben.
2009: Individuelle Werte. Stückvorlage: King Kongs Töchter. Theresia Walser. 1999
Das bürgerliche Individuum hat sich als Gegenmodell zum Feudalsystem und dessen unmenschliche
Einschränkungen entwickelt. Die vom Bürgertum errichtete staatliche Macht und die gemeinsamen
gesellschaftlichen Werte zielten und zielen in ihren Grundsätzen auf die Unterstützung der persönlichen
Entwicklung des Einzelnen. Dieses gesellschaftliche Konzept war sowohl ökonomisch als auch technologisch
sehr erfolgreich, so dass die Entwicklung der Individualisierung weiter voranschreiten konnte. Unser
individueller Lebensstil ist heute in vielen anderen Gesellschaften zu einem Ideal geworden, während er von
anderen vehement abgelehnt wird.
Nutzen wir die Sommerakademie dazu, uns einerseits derjenigen Werte bewusst zu werden, die die
Autonomie des Individuums in den Vordergrund stellen, andererseits diese Werte auch einer kritischen
Reflexion zu unterziehen.
2010: Individuelle und gesellschaftliche Werte
Bildungseinrichtungen haben die Aufgabe, die Schüler zu eigenständigen und eigenverantwortlichen
Persönlichkeiten auf der Grundlage der Werte unseres Gemeinwesens zu erziehen. Mit der
Eigenverantwortlichkeit ist jedoch nicht nur die Pflicht sondern auch das Recht auf eine von dem
Gemeinwesen unterstütze individuelle Entwicklung gegeben. Unter dem Druck der grundlegenden weltweiten
Veränderungen und deren Einfluss auf die inneren Strukturen der Gesellschaft sowie das Leben des
einzelnen wurde eine Diskussion entfacht, die zu Recht auch vor den Schulen nicht halt macht.
Die Sommerakademie wird sowohl die Primär- als auch die Sekundärtugenden einer kritischen Reflexion
unterziehen und Vorschläge entwickeln, wie deren zeitgenössische Umsetzung nicht nur in der Schule
diskutiert sondern auch konkret erlernt werden können.
Regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule Potsdam
Stephensonstraße 23, D-14482 Potsdam, Tel.: 0331 / 2 01 08 69, Fax: 0331 / 8 17 05 30, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Unsere Dozenten:
1. Einsteigerkurs
Lambert Blum, Dozent für Spiel- und Theaterpädagogik, Theatergeschichte und –theorie;
Regisseur von zahlreichen Produktionen (Schauspiel, Kindertheater, Figurentheater für Kinder und
Erwachsene); Veröffentlichung von Fachartikeln; Mitbegründer von transARTES und der
Sommerakademie.
2. Zwischen-Räume
Martina Leeker, Studium der Theaterwissenschaft, Philosophie und Germanistik in Berlin und
Paris. Theaterausbildung in Mime und Theater bei Etienne Decroux und Jacques Lecoq, Paris.
Wissenschaftlicher und künstlerischer Schwerpunkt im Bereich Theater/ Performance mit
bildelektronischen und digitalen Medien. Derzeit Juniorprofessur für Theater und Medien an der
Universität Bayreuth. Mitbegründerin von transARTES und der Sommerakademie.
3. Szenischer Vortrag
Walter Siegfried, Jugend und Studium in der Schweiz. 1977 Promotion an der Universität Zürich
in der Fächerkombination Psychologie, Kunstgeschichte und Philosophie. Forschungsarbeit über
’Aesthetik als Verhalten’ im Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie, Seewiesen (1988). Seit
1986 eigene Kunstprojekte und Performances mit Gesang. 1986-2005 kontinuierliche Lehrtätigkeit an
der Akademie der Bildenden Künste München und an der Hochschule für Gestaltung und Kunst
Zürich. Lebt in München. Weitere Informationen: http://www.ariarium.de
4. Erzählwerkstatt
Suse Weisse, Diplompsychologin und Theaterpädagogin (UdK Berlin); seit 1999 selbständige
Regisseurin, Dozentin und Erzählerin; Auftritte auf internaionalen Erzählfestivals, z.B: Internationales
Erzählfestival Alden Biesen, Belgien 2007/ Festival de contes en chaises longues, Luxemburg 2008/
Internationales. Erzählfestival Neukirchen-Vluyn, 2008/ International Scottish Storytelling Festival,
Edinbourgh 2008/ Mehrere Preise: u.a. Thüringer Märchen- und Sagenpreis 2005, Erster Preis der
Fachjury und des Publikums beim internationalen Erzählfestival Neukirchen-Vluyn 2008.
5. Klang-Rede und Rede-Klang
Michael Schenk, Studium für Musiklehramt und Musikwissenschaft (Dr. phil.). Michael Schenk
arbeitet als Sänger und Komponist in Song- und Folkrockformationen, ist seit 1997 freischaffend
tätig als Klangkünstler, Tondokumentarist und Dozent in den Bereichen Elektroakustik, Film, Theater
und Performance. Seit 2000 Projektleiter des Festivals "intersonanzen", Vorsitzender des
Brandenburgischen Vereins Neue Musik e.V. und des klangforums brandenburg e.V. Zurzeit u.a.
Lehraufträge an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ und der Universität Potsdam.
6. Tanz-Choreografie-Theater
Maya Brosch, studierte Klassisches Ballett, Mime und Pantomime in der Schweiz sowie in Paris,
London und Berlin. Sie arbeitete u.a. bei Etienne Decroux, Ella Jaroscewicz, Riki von Falken und
Rubato. Sie war Mitbegründerin des Mimetheaters „Mimobile“ (später Théâtre Corps Acteur),
Dozentin für Mime, Pantomime und Tanz, Arbeit mit Kindern im Rahmen von Schultheaterprojekten.
Ausbildung in Pädagogik für zeitgenössischen Tanz am Centre National e la Danse in Paris.
Performerin, Tänzerin, Choreografin und Regisseurin bei Murray/Brosch Production.
7. TanzTheater
Nadja Raszewski, Tänzerin, Choreografin, Tanzpädagogin, Leiterin des Studios für
zeitgenössische Tanz und Bewegungsforschung „Tanztangente“, Dozentin für Theaterpädagogik
(UdK Berlin), Gastdozentin in Türkei, Finnland, Israel, Niederlande, USA. Choreografin/Regisseurin
u.a. für: Komische Oper Berlin: „Cosi fan tutte“ als Hip Hòpera mit 40 Jugendlichen, Opernsängern,
Rappern, Münchener Staatsoper: „anna tanzt“(I–III) mit je 100 Jugendlichen, Heilbronn: Großprojekt
mit Jugendlichen zum Thema „Heimat“. 2006 Gründung des Aktionsteams „Schule und Bewegung“.

Tags: Schulpraxis, Somak

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