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212 Tage bis:
SDL 2018 (16.09)

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Das Bundestheatertreffen Schultheater der Länder ist das größte europäische Festival seiner Art, zu welchem ca. 420 Teilnehmer, darunter ca. 320 Schüler*innen und ca. 100 Fachtagungsteilnehmer*innen, kommen. An sechs Tagen im September jeden Jahres werden 16 Aufführungen aus allen Bundesländern gezeigt. Am Fach- und Workshoptag werden 20 Werkstätten für die Schüler*innen und eine Fachtagung mit Vorträgen und mehreren Impulsworkshops für die erwachsenen Teilnehmer*innen, die der Lehrerfortbildung dient, durchgeführt. Täglich gibt es getrennte Diskussionsrunden für Schüler*innen und Fachtagungsteilnehmer*innen sowie Spielleiter*innentreffen. Das Treffen gilt als zertifizierter bundesweiter Schülerwettbewerb und wird von der KMK empfohlen.

Bericht vom SdL in Saarbrücken 2014

Grenzgänge

sdl2014 grenzgaengeZum 30. Schultheatertreffen der Länder trafen sich rund 300 Schüler und 150 Fachtagungsteilnehmer aus allen 16 Bundesländern. Zum diesjährigen Thema  „Grenzgänge“ führte  hier vom 14. bis 20. September aus jedem Bundesland eine ausgewählte Gruppe ihr Stück vor, so dass bei diesem Festival die Essenz der Arbeit „Theater in Schulen“ zu erleben war.

Die Eröffnungsveranstaltung im Saarländischen Staatstheater erreichte ihren Höhepunkt mit der Aufführung „Kafka – die ungeheure Welt in meinem Kopf“ der Theaterwerkstatt der Richard-Müller-Schule Fulda in Kooperation mit der Eduard-Stieler-Schule Fulda (Hessen). Dieser Tag, der für alle Teilnehmer auch der Anreisetag war, endete mit einem gemeinsamen Essen im Foyer dieses beindruckend schönen Theaters, so dass es erstmals Gelegenheit zum Kennenlernen gab.

Der Montag stand ganz im Zeichen der Fortbildung. Die Schüler nahmen an verschiedenen theaterpädagogischen Workshops zum Thema Grenzgänge teil, deren Ergebnisse sie sich am Abend gegenseitig präsentierten.

Für die Spielleiter und Fachtagungsteilnehmer begann dieser Tag in der Hochschule für Musik mit einem Vortrag von Prof. Dr. Wolf-Dieter Ernst „Zur Aktualität des Chores auf der Bühne“, der die aktuellen Tendenzen in der Arbeit mit Chören auf der Bühne aufzeigte und sie in den Kontext der Theatergeschichte (antikes Theater, Schiller, Brecht) setzte. Das Gegenwartstheater im Zeichen der performativen Wende und Postdramatik besinnt sich wieder auf Chöre, um das Soziale erneut präsent zu machen. Der Chor erscheint hier als musikalisch-polyphone, tänzerische Formation, der als „sinnliche Masse“ soziale Themen jenseits tradierter Vorstellungen performativ darstellen kann.

Ein zweiter Fachvortrag wurde von Dr. Michael Bauer mit dem Thema „Musik  als Theater. Eine Einführung in die szenische Arbeit“ gehalten. Abseits der Opernhäuser entwickelt sich eine neue Form des Musiktheaters, die sich im Grenzbereich von Sprech- und Musiktheater bewegt und nach neuen Möglichkeiten der Verbindung von Sprache und Musik sucht. Anhand verschiedener aktueller Beispiele (Marthaler, Häusermann, Goebbels, Rebstock, Rasche) wurden hier spezifische Arbeitsweisen aufgezeigt.

Der Montagnachmittag beinhaltete auch für die Erwachsenen verschiedene Workshops. Ich nahm an dem Workshop „Chorisches Sprechen und Textmusikalisierung“ teil: Nach einigen Warm ups ließ  Prof. Ernst die Gruppe zum „Fischschwarm“ mutieren , bei dem alle 20 Teilnehmer in 4 Reihen á 5 Leuten kleine Bewegungen übernahmen und so mit synchronen Aktionen (motorisch, akustisch) langsam zu einer homogenen Masse verschmolzen. Dies ist eine Weiterentwicklung des griechischen Tragödienchors. Dr. Bauer setzte das vierstündige Programm fort mit einer performativen Aktion nach John Cage: Hier legte er Wert auf die Sparsamkeit der Mittel, klares Ende, klarer Anfang. Eine Gruppe von 5 Personen improvisiert nach vorher festgelegtem Zeitplan 10 Minuten lang verschiedene Handlungen mit Schwerpunkt Text, Körper, Geräusch oder Musik, wobei jeder Teilnehmer in Aktion sein kann oder einfriert. Dabei entsteht eine ganz eigene Dramaturgie, bei der die Spieler im Wechsel oder gleichzeitig aktiv sind.

Der Abend wurde eingeleitet mit einem Impulsvortrag des Ministers für Bildung und Kultur des Saarlandes, Ulrich Commercon, in dem er die Persönlichkeitsentwicklung als die vornehmste Aufgabe von Bildung herausstellt und betont, dass die Entwicklung des eigenen Standpunktes wichtiger ist als Durchschnittsnoten. Ziel der Bildungspolitik sei es, alle Kinder unabhängig von ihrer Herkunft an Kunst, Musik, Tanz und Theater heranzuführen durch praktisches Tun. Denn nur wer selbst künstlerisch tätig ist kann erahnen, was Kunst bewirken kann. Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht nur darin schöne Objekte zu schaffen, sondern ist eine Methode, den eigenen Platz zu finden. Durch Theater lernt man sich selbst kennen. Es ist somit eine fundamentale Chance zur Persönlichkeitsentwicklung.

Eine Podiumsdiskussion des Kulturradio SR2 mit dem Thema „Theater in der Schule – neue grenzüberschreitende Spielräume für kulturelle Bildung“ beendete diesen interessanten Tag. Hier diskutierten der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Theater in der Schule Gunter Mieruch mit der Theaterregisseurin Miriam Scholl, dem Professor Christian Rolle für Musikdidaktik der Hochschule für Musik, Saar und der Generalintendantin des Saarländischen Staatstheaters Dagmar Schlingmann.

Am Dienstag begann der Theatermarathon im Theatersaal der Universität Saarland mit der Berliner Gruppe Frei&Wild der Reinhardswald-Grundschule Berlin-Kreuzberg mit der erfrischend lebendigen Aufführung „Die Liebe zu den drei Orangen“ nach Carlo Gozzi. In der Aula der Universität spielte die Theatergruppe der Montessorischule Greifswald für Mecklenburg-Vorpommern das Stück „2064“, in dem die Schüler ihre Visionen in 50 Jahren szenisch interpretierten.

Am Nachmittag ging es mit Bussen zur Freien Waldorfschule Altenkessel, wo wir zuerst den Beitrag von Sachsen „Doch einen Schmetterling habe ich hier nicht gesehen“ der Schultheatergruppe Mienenspiel der Oberschule Lößnitz erleben durften. Ein sensibel ausgearbeitetes Stück über das Leben jüdischer Kinder in der Nazizeit. Zum gleichen Inhalt spielte am Abend die Gruppe des Hamburger Gymnasiums Blankenese „Wie wir wurden, was wir waren“, eine bedrückende Aufführung, die Texte verschiedener Autoren zum Ausgangspunkt genommen hatte.

Der Mittwoch wurde eingeleitet von der Brandenburger Gruppe der Schule für Blinde und Sehbehinderte aus Königs Wusterhausen mit einer Eigenproduktion namens „Die Unberührbaren“, in der die Schüler sehr drastisch auf ihre besondere Situation aufmerksam machten.

Parallel dazu lief der Bremer Beitrag „Face it“ des Kurses Darstellendes Spiel der Oberschule Schönhausen, szenische Experimente zur Identitätsfindung.

Folgende Theaterstücke, die ich leider nicht gesehen habe, wurden noch bis Freitag aufgeführt:

  • Baden-Würtemberg (Theater-AG der Kaufmännischen Schule Lörrach) :„Teechers“
  • Niedersachsen (Kurs Darstellendes Spiel des Theodor-Heuss-Gymnasiums) :„Jeanne“
  • Thüringen (Kurs Darstellendes Gestalten des Goethegymnasiums Weimar): „Komm, ich zeig dir, wie man schwimmt“
  • Saarland (Kurs Darstellendes Spiel Ludwigsgymnasium Saarbrücken): „Werthers Cafe“
  • Nordrhein-Westphalen (Theater-AG des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen): „Wenn nichts bleibt“
  • Schleswig-Holstein (Oberstufen Theater-AG Kopernikus Gymnasium Bargteheide): „Merlins Land“
  • Bayern (Theatergruppe der Staatlichen Realschule Weißenburg):“Sandmann, lieber Sandmann“
  • Rheinland-Pfalz (Theater-AG ohren-kopf-und-kragen des Stefan- George-Gymnasiums Bingen): “Leonce und Lena

Nach sieben Theaterstücken in drei Tagen schwirrte mir der Kopf, voll von wunderbaren Eindrücken und intensiven theatralen Erlebnissen musste ich leider schon die Heimreise antreten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Schultheaterfestival der Länder ein beindruckendes Erlebnis ist und einen tiefen Einblick in die Arbeit der Lehrer und Schüler gibt, die sich diesem Fach mit Begeisterung und überdurchschnittlichem Engagement hingeben!

 

Annette Kaufhold

Katholische Schule Bernhardinum Fürstenwalde

 

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Das Schultheater der Länder vom 15.9. – 21.9.2013 in Schwerin– ein Bericht

 

Selten konnte das SdL auf so viele qualitativ hochwertige Stücke verweisen.

Doch begonnen werden sollte mit der eindrucksvollen Eröffnung. „Theater der Bilder“, das Thema des diesjährigen SdL in Schwerin, griffen die Schülerinnen und Schüler des hiesigen Goethe-Gymnasiums bildstark auf. Unterstützt wurde ihre Performance durch rhythmische Musik, die die Zuschauer in Schwingungen versetzte.

Am Montag, dem 16.9., fand die Fachtagung für die Theaterlehrer statt, während sich die Schüler in die Workshops begaben, um Kontakte zu knüpfen, voneinander zu lernen und gemeinsam etwas erarbeiten.

In der Fachtagung hörte man als Erstes Professor DR. Barbara Groner von der UdK Berlin zu „Theater und Visualisierung, Wahrnehmung im zeitgenössischen Theater“. An- hand von Inszenierungsbeispielen erläuterte sie die Frage der Absenz, des Sehens und Gesehen Werdens, des Einflusses der bildenden Kunst auf das zeitgenössische Theater. Zusammenfassend stellte sie fest, dass es eine große Bandbreite an Bildern gebe. Der zweite Vortrag wurde von Frieda Schneider gehalten, einer Bühnenbildnerin. Diese legte den Fokus auf die Funktion der Bilder, deren Auffindungsorte, wobei auch sie ganz konkrete Beispiele benutzte, um ihre Aussagen zu unterstreichen.

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Bericht über den SDL 2012

Vanessa Schreiber:   IN DER ROLLE ALS JONNY GESCHRIEBEN
Rückblick der Woche des Schultheatertreffens in Berlin 16.9. – 22.9.2012

Hey. Hey Spätzchen muss dir mal was erzählen ne , Schultheatertreffen der Länder. Alter war dit jut. Richtig jut.  Hab ich mich so mit Carlo und Nick am Bahnhof jetroffen, sind dann so  voll mit dem Zug nach Berlin gefahren, Hauptstadt alter !  In der City angekommen gings dann erstmal zu sonem Eröffnungsscheiß. Der Homie hat echt ein bisschen krass lange gelabbert. Junge, Junge ging dit mir auf’n  Keks man. Hab mich dann damit beschäftigt die Mädels der anderen Länder abzuchecken. Nicht schlecht, nicht schlecht geile Mädels waren schon dabei. Hat ich gleich so Kribbeln im Bauch, als müsst ick scheißen, Aufregung meinte Nick. Bock auf die Woche hatte ich jetzt auf jeden Fall. Dann wurde richtig krass man, richtig krass. Berlin hat Tartüffe gespielt, alter Hammer, richtig Hammer. Ich war so geflasht, Junge! Ich hab zwar manchmal was nicht verstanden, aber alter das war jut. Respekt man.
  Neuer Tag, neue Erfahrungen, Workshops. Dachte ja mal voll Mädels in meinem Alter aufreißen, falsch gedacht, einfach falsch. Kleine nervige ich-spiel-noch-mit-Barbies-Kinder. Hatte ich keinen Bock mehr, einfach keinen Bock, null! Scheiße anstrengend der Tag. Aber abends voll das Highlight man, fette Performance, richtig geiles Ergebnis. Geil. Geil. Geil. Dienstag gings es um 9 zum zweiten und um 11 zum dritten Theaterstück der Woche. Einfach mal ne Qual. Müde, richtig müde war ich. Mein Magen hatte voll Bock auf Pizza und Bier wär auch nicht schlecht gewesen, nicht schlecht, nicht schlecht. Die Workshops hatten ihre Spuren hinterlassen. Aber weiter geht’s!


Mittwoch war einfach nur krass, krass, krass. Schon wieder früh aufstehen, um 9 wieder ein Theaterstück. Um 11 dann ab zum Stück von Niedersachen. Mussten wir dann bewerten. Romeo und Julia. Der Spargeltazan hat die Alte dann doch nicht gekriegt, muss mal Master Mark fragen, einfach mal fragen. Kenn doch all die juten Sprüche.  War super trotzdem  echt  super. Lässig mit denen darüber gequatscht, voll mit Respekt und so. Echt in Ordnung die Niedersachsen, echt. Hatten dann Zeit, Text lernen, Bierchen trinken, schlafen, chilln. Abends dann richtig Krach. Iphone weg, alter dit jute Iphone, geht ja gar nicht ohne man. Kam dann voll zum Streit, alter. Alle voll geheult, einfach geheult. Marx wollte alles absagen, ja absagen. Ende im Gelände.  Tiefpunkt, richtiger  Tiefpunkt der Woche man. Haben dann geredet. Danach war wieder alles cool bei uns. Donnerstag  dachten wir nur an uns, voll ego ey. Aufregung pur, noch 1 mal pennen und dann sind wir dran. Fehlt noch wat? Sitzt der Text? Master Mark ging ging janz schön die Pumpe. Wollte einfach nur zeigen wat ich kann.
Dann war der Tag auch schon da. Mega früh aufstehn . Mir war riesens übel man. Bühne angeguckt , scheiße man so viele Leute passen hier rein. Jetzt bloß nichts vergessen. Wär blöd gewesen, scheiße blöd. Ab um 8 dann Probe, war ganz ok. Lief recht gut, nicht schlecht. Jutes oder schlechtes Zeichen? Haben uns dann fertig gemacht. Nora hat sich erstmal ne Leberwurschtstulle hintergeknallt, jeht ja nicht mit leerem Magen. Ne, ne. Sybilles Haare saßen, nicht schlecht die Alte, hat Erfahrung weißte ? Hab mir dann mein Gel gekrallt, richtig meine Haare zum glänzen gebracht. Heiß, verdammt heiß. Um 11 ging‘s los. Carla, Nick und ich checkten die Bräute vorher noch schnell ab. Kerle bekamen nen bösen Blick. Und bloß nicht das Mikro umwerfen, sonst ist alles fürn Arsch, einfach fürn Arsch. Dann ging los. Master Mark zeigt was er kann! Alle waren der Hammer, ich konnt nicht mehr, echt nicht. Alle nur noch gefeiert, Konfetti überall. Der Burner man, richtig geil. Das hat gerockt. Super, super! Danach hatten wir Zeit, duschen, essen , chilln. Um 17 Uhr gings dann zum letzten Stück. Sachsen war dran. Alter wie die reden. Voll der krasse Slang. Echt jut, voll lustig waren die kleinen Zwerge. Gleich im Anschluss ging‘s zur Abschlussveranstaltung. Zum letzten Mal der offizelle Song. Die 2 Kerle die sich jeden Tag zum Appel machten, taten dies zum letzten Mal. Das ganze zog sich hin. Geil aber die Zusammenfassung der Stück. 16 in 4 oder 5 Minuten. Lustig, echt lustig. Ich will aber Leberwurscht ! Verstehste? War schon cool, richtig cool. Ging danach noch zur Party, die Woche musste ja schließlich begossen werden.

Am Ende muss ich echt sagen, dass es geil war. Und jeder der nicht dabei war hat echt was verpasst, echt, echt. Von Tag zu Tag wurde die Stimmung in der Gruppe schlechter, viel schlechter. Nach Mittwoch ging es Berg auf. Haben einfach neue Erfahrungen und Eindrücke  gesammelt, kann uns keiner mehr nehmen. Und scheiß drauf was andere sagen. Die geilsten Feedbacks ever im Gebäck nach Hause. Noch ein Auftritt im Oktober und alles ist vorbei. Schon schade, echt schade. Aber es wird immer unser Stück bleiben. Niemand wird es spielen. Nur wir. 3…2..1.Glück!

 

 

 

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