LogoBrandenburgische LAG Theater in Schulen e.V. (BLAG.TiS)

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SDL 2018 (16.09)

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Bericht zur ZAT 2017 in Frankfurt am Main

„Stop separating! Theaterpädagogische Arbeit in schulischen und außerschulischen Bildungskontexten“ - das war das Thema der diesjährigen ZAT, die erstmalig gemeinsam mit dem BuT und dem BVTS durchgeführt wurde. Blaue Namensschilder, gelbe, grüne – hmmm. Was soll das?, fragte ich mich. Ach ja, ich bin Theaterlehrerin (Blau), Gelb stand für die Theaterpädagogen und Grün für diejenigen, die sich nicht zuordnen konnten.

Die Mischung beider Berufsgruppen war das Ziel der Tagung. Diese Mischung fand beim Speed-Dating, bei den Workshops und Begegnungsräumen, an Tischen des World Cafés und sogar beim Essen statt. Denn dort waren wir nach Bundesländern sortiert.

Vielfältig waren die Workshops: Site-Specific-Theatre, Störungen, Performative Verfahren, Protest! – Eine theatrale Untersuchung, Großgruppen, Theater mit Geflüchteten und Theater als Fach im Regelunterricht. Das Besondere daran war, dass immer ein Theaterpädagoge mit einem Theaterlehrer den Workshop geleitet hat. HeikeLi interessierte sich für „Theater mit Geflüchteten“, Ben und ich waren bei Liz Rech, die performative Verfahren mit einer großen Gruppe auf der Bühne des Theaterstudios ausprobiert hat. Faszinierend, umsetzbar – bitte mehr davon! Ergänzt haben wir das Praktische durch einen Input während der Begegnungsräume mir Marcel Sparmann, der in Weimar wohnt, aber überall Workshops zur Performance gibt.

Am schwersten ist es immer, den Sonntagvormittag zu überstehen. Aber die „Zukunftswerkstatt Theater und Schule“ unter der Leitung von Lisa Underberg, die aufgrund der angewandten Methodik einfach klasse war, machte es leicht, aktiv mitzudenken.

Immer wieder genieße ich die Zeit, die ich mit Leuten verbringen darf, die sich genauso für Schultheater interessieren wie ich. Das ist für mich unglaublich wichtig und wohltuend. Manchmal bin ich neidisch, wie andere arbeiten, unterstützt werden, welche Projekte sie haben. Doch: Visionen leben! war eine Forderung, die aufgestellt wurde:

Vision 1: Ermöglichung einer Weiterbildung. Der Rahmenplan „Theater“ benötigt zur Umsetzung Fachkräfte.

Vision 2: Die Gleichstellung von „Theater“ mit Musik und Kunst, sodass Theater sowohl Prüfungsfach als auch Leistungskursfach sein kann.

Vision 3: Die Einführung eines Studienseminars. Lasst Referendare ins Land, die Darstellendes Spiel/Theater im grundständigen Studiengang studiert haben.

Die kleineren Visionen wie ein Landestreffen 2019, die Einführung von TuSch im Land Brandenburg usw., da kann ich ja schon einmal meine Fühler in die eine oder andere Richtung ausstrecken.

Die nächste ZAT findet vom 22.11.-24.11.2018 in Hamburg statt.

 

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Schauspiel als Empowerment (SDL 2017)

Theater und Schule – Auf dem Festival "Schultheater der Länder" zeigt sich eine Szene im Wandel

25. Oktober 2017. Theater hat als Schulfach in den letzten Jahren ungeahnt Karriere gemacht. Noch vor kurzem boten viele Schulen kaum mehr als die obligatorische Exkursion zur nächsten Klassiker-Inszenierung, aber es blieb Zufall, ob jemand eine AG gründete oder Theater als Wahlfach anbot. Heute haben Schulen die pädagogischen Möglichkeiten des Faches neu entdeckt. Laut einem Beschluss der Kultusministerkonferenz soll Theater flächendeckend als Abiturprüfungsfach eingeführt werden.

Theater als Schulfach

In elf Ländern gibt es das schon, in den anderen ist es nur eine Frage der Zeit. Immer mehr Schulen werden in Kürze diese Lücke schließen, um also Theater ab der Sekundarstufe I durchgehend auf den Stundentafeln zu verankern. Das Fach soll neben Musik und Kunst gleichwertig im Fächerkanon stehen, so zumindest hat es die Enquete-Kommission "Kultur in Deutschland" empfohlen. Hamburg geht auf diesem Weg voran: Theater – oder Darstellendes Spiel, wie es lange in Opposition zur institutionalisierten Kunst hieß – ist hier bereits in allen Schulformen und Jahrgangsstufen etabliert. Vor diesem Hintergrund stellt sich auch die Frage, wie die Lehrenden optimal vorbereitet werden können, denn aktuell gibt es deutschlandweit nur sieben Studiengänge dafür.

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SDL 2017 – ein SDL das Spuren hinterlässt

Wir als Gastgeber des diesjährigen Theatertreffens können nur Danke sagen, Danke für die Begeisterung der 16 Gruppen beim Spielen, Zuschauen, Reflektieren.

Wir sahen 16 vielfältige Inszenierungen, ein buntes Treiben und Miteinander der jugendlichen Teilnehmer*innen. Leidenschaft, das Brennen für das Theaterspielen, die gegenseitige Wertschätzung, Offenheit für Neues, das Lernen voneinander bestimmten die Atmosphäre des Festivals.

So viele Lieblingsmomente… Welchen greife ich heraus?

Ist es der Moment, als ich sehe, erlebe, was sich hinter dem Titel „ROLLING LOVE“ verbirgt: fünf körperbehinderte Jugendliche im Rollstuhl, die den Saal mit ihrem Spiel zum Kochen bringen; sind es die sympathischen „Roten Teufelchen“ der Förderschule aus Mittenwalde ( Brandenburg Gruppe), die voll bei der Sache sind, nicht abwarten können, zu jedem Stück ihre Eindrücke zu benennen, alle mit ihrer Begeisterung anstecken. Wir haben Inklusion der besonderen Art erlebt!!! Da ist der tobende Saal bei der Abschlussparty; das herzhafte Lachen und die Interaktionen der Teilnehmer*innen vor der Schinkelhalle, die helfenden Hände der Angels (Schüler*innen des Humboldt Gymnasiums Potsdam); die Damen des Einlasses vom Hans Otto Theaters, die sich sechs Tage über ein volles Haus freuen; die Sonne, die jeden Tag scheint …

Mit einem lachenden und weinenden Auge sind am Samstag viele abgereist. Vielleicht gibt es 2018 ein Wiedersehen in Kiel, wenn es dann wieder heißt: Bühne frei für 16 Schülergruppen

Ich wäre gern mit dabei!

(Heike Licht, Org Team)

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Ein Coach für alle Fälle

 Wir, die Klasse 7W der Voltaireschule in Potsdam, hatten im Rahmen der Bewerbung für das SDL 2017 das große Glück, Gela Eichhorn – Theaterpädagogin – in einer heißen Arbeitsphase an unserer Seite zu haben.

Das Besondere an uns ist, dass wir im Fach "Werkstatt Ästhetische Horizonte" (WÄH) unterrichtet werden, indem die Fächer Kunst-Musik-Theater an einem Jahresprojekt zusammenarbeiten. Alle von uns haben in irgendeiner Weise künstlerische Interessen – fast jeder/e spielt ein Instrument oder interessiert sich für Bildende Kunst, Tanz, Theater oder Theatertechnik. Das haben wir natürlich in unser Stück einfließen lassen, z.B. gibt es ein Klassen-Film-Orchester.

Ausgehend vom Thema des Festivals „Film.Theater“ haben wir anfangs Filmfiguren gesucht, die uns gefallen haben. Eine davon war Captain Jack Sparrow. Über ihn fanden wir zur Idee, ein Schiff als Setting für unser Stück zu benutzen. Der Bezug zu Piratenfilmen liegt damit natürlich auf der Hand.

Gela Eichhorn ist zu uns gekommen, in der wir daran zweifelten, überhaupt etwas Vorzeigbares für das Bewerbungvideo zeigen zu können. Mit ihrer Hilfe aber ging die Arbeit doppelt so schnell vorwärts. So konnten wir Probleme mit der Dramaturgie des Stückes klären und das Bühnendesign festlegen, mit dem wir weitergeprobt haben. Später ist sie in den Probenprozess eingestiegen und hat uns auf der Bühne arangiert. Besonders gefallen hat uns, dass sie unser Feedback immer beachtet hat. Ende April waren wir zwar nicht mit dem ganzen Stück fertig, konnten aber immerhin die Hälfte als Beitrag für die Bewerbung einreichen.

Wir danken Gela und allen, die ihre Arbeit an unserem Projekt ermöglicht haben.

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SDL 2018 - Ausschreibung online!

Der Bundesverband Theater in Schulen (BV.TS), die Stiftung Mercator und der Förderverband für das Darstellende Spiel an den Schulen Schleswig-Holsteins e.V. laden zum 34. Bundeswettbewerb Schultheater der Länder (SDL*18) vom 16. – 22. September 2018 in Kiel ein.

Flagge zeigen!
SDL*18 // Theater und Politik // Das Politische im Theater
Laut der Shell-Studie von 2015 bezeichnen sich 41% der deutschen Jugendlichen als politisch interessiert. Hier wird deutlich: Die Bereitschaft zum politischen Engagement ist gestiegen. Die Jugend interessiert sich wieder mehr für die gesamtgesellschaftlichen Belange und tut dies auch kund. Dieser Entwicklung gibt das SDL 2018 ein Forum!
Das Theater bietet auf ganz besondere Weise die Möglichkeit, sich politisch auszudrücken. Politisches wird heute nicht mehr nur als Inhalt auf die Bühne gebracht, vielmehr bedient sich zeitgenössisches politisches Theater auch spezieller Formen: Klassische Grenzen, wie die zwischen Zuschauern und Spielern, zwischen Fiktion und Wirklichkeit, zwischen Space und Cyberspace werden zunehmend aufgehoben. Kollektive wie „Rimini-Protokoll“, „Monster Truck“ oder auch das „Zentrum für politische Schönheit“ prägen die Theaterszene mit und stellen dabei die klare Abgrenzung des Theaters zur Aktionskunst infrage.
Für das Schultheater der Länder 2018 werden Theaterproduktionen aus allen Schulstufen und Schulformen gesucht, die mit Mitteln der darstellenden Kunst Wirklichkeit spiegeln, sie in Frage stellen, alternative Wirklichkeiten entwerfen, gestalten und präsentieren (vgl. EPA Darstellendes Spiel).
Die Gruppen sollten mit ihrer Produktion verdeutlichen, dass sie sich einem gesellschaftlichen Diskurs stellen.
Dabei können folgende Fragen im Fokus stehen:
• Welche theatralen Darstellungsformen bieten sich für das Thema besonders an?
• Welche aktuellen politischen Themen wollen die Schülerinnen und Schüler auf der Bühne verhandeln?
• Inwieweit können zeitgenössische oder klassische Texte hierfür hilfreich sein?
• Ist es möglich, sich in Zeiten multilateraler Konflikte eindeutig zu positionieren?

Komplette Ausschreibung mit Kontaktadressen >>HIER

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Das Spielleitertreffen zum SDL*17 war ein voller Erfolg

Vom 14. und 15. Juni trafen sich die Leiter*innen der zum SDL*17 in Potsdam ausgewählten Schultheatergruppen, bei dem nahezu alle 16 Bundesländer vertreten waren. Das Treffen startete im Filmhotel „Lili Marleen“ in Babelsberg. Hier erhielten die Spielleiter*innen Informationen zum SDL*17, speziell zum Konzept der Schülernachgespräche, das von zwei erfahrenen Theaterlehrerinnen aus Brandenburg erläutert wurde. Im Anschluss galt es viele konkrete Fragen zur Organisation zu beantworten. Bei einem gemütlichen Zusammensein auf der Terrasse des Hotels kamen die Anwesenden ins Gespräch und tauschten sich über ihre Produktionen, Arbeitsweisen und Erwartungen an das Festival aus.

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Die Welle 2017

Theaterkurs 11/1 spielte „Soulsearch 4.0“


Es ist eine äußerst gefährliche „Welle“, die uns zu unterspülen, wenn nicht sogar umzureißen droht. Fake-News, Cyber-Kriminalität, Hacker-Angriffe und die Übermacht der sogenannten „Sozialen“ Medien nehmen eher zu als ab.

„Soulsearch 4.0“ sei als “Werkstatt“ zu verstehen, so das Credo der sympathischen Proagonisten vom Theaterkurs 11/1, noch dazu unter extremen Zeitdruck entstanden, mit viel zu wenig Proben.

Und die Erstaufführung am Vorabend wäre deutlich spritziger gewesen, so eine wissende Zuschauerin.

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„Der Koffer ist voll – Eine Clowneske frei nach Schnauze“

Die Gruppe MiDo besteht aus zwei AG-Gruppen von unterschiedlichen Schulen, einer Oberschule und einem Gymnasium aus Brandenburg an der Havel.

Schon im letzten Schuljahr bestand bei den Schülern der Wunsch ein clowneskes Stück zu kreieren. Inspiriert wurden sie durch die Arbeit von der AG-Leiterin Michelle Schmidt (im echten Leben ein Clown). So haben wir uns in dem Schuljahr gemeinsam zum Ziel gesetzt eine clowneske Collage zu erstellen. Hilfreich dafür waren eingangs die Proben, in denen sich die Schüler verkleiden und in verschiedene Rollen schlüpfen konnten. Sie gingen mutig durch die Fußgängerzone, um sich und ihre Wirkung zu erfahren und Menschen und Situationen zu beobachten. Dies nutzten sie wiederum für ihre Arbeit auf der Bühne. Die Grundlagen für die Szenen stammen alle aus dem Alltag, wobei der Fokus auf komische Situationen gelegt ist. Aus den Ideen sind nach und nach die Szenen entstanden. Jeder hat sich ausprobieren können und hatte Gelegenheit seine eigene Rolle und Komik zu finden. Die Schüler stellen keine typischen Clowns mit roten Nasen und bunten Kostüm dar, sondern haben ihren ganz eigenen Clown in sich entdeckt. Wir lassen dabei die Sprache außen vor. Die Körpersprache steht im Mittelpunkt unserer Arbeit, wobei die musikalische Untermalung eine große Rolle spielt. Unsere Arbeit wurde inspiriert durch die Kurzfilme von Buster Keaton und Charlie Chaplin.

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Projekt: #partyhard#16

Arbeitsbericht DS Kurs 11 am Vicco-von-Bülow-Gymnasium Stahnsdorf

Coach: Michael Wolf, Spielleitung: Manuela Sissakis

Unser Stück Henrike, eher unauffällig und brav, feiert ihren 16. Geburtstag ganz groß. Sie möchte endlich beliebter werden und lädt auf Anraten der Mutter die halbe Jahrgangsstufe ein. Doch die Party mit DJ in sturmfreier Bude verläuft nicht nach Wunsch. Was geschehen ist, klärt sich am nächsten Tag bei der Polizei auf. Am Ende weiß Henrike, dass sie nie zu den ‚Coolen‘ gehören wird. Aber sie erkennt, dass es jemanden gibt, dessen Aufmerksamkeit ihr wichtiger ist.

Unsere Inszenierung arbeitet mit kurzen Cuts, Zeitsprüngen, Rückblenden, ‚Nahaufnahmen‘, mit Filmmusik, Vorspann und Abspann. Das Bühnenspiel setzt sich in Videosequenzen fort. Grundidee ist ein Experimentieren mit der Grenze von Film und Bühne. Wie weit lässt sich diese Grenze überspielen? Wir präsentieren Filmdramaturgie auf der Bühne und Bühnenszenen im Film.

Unser Ensemble umfasst 27 SchülerInnen, was eine echte Herausforderung ist. Aber die Gruppe kannte sich teilweise schon vom Filmprojekt aus der 10. Klasse und war von Anfang an hochmotiviert nun endlich auf die Bühne zu gehen.

Unser Arbeitsprozess begann mit Improvisationen rund um die Aufgabe ‚Status zeigen‘. Die eigene Stückentwicklung sollte sich um dieses Motiv drehen. Als Impuls der Spielleitung wurde daraufhin ein Szenarium vorgegeben, das sich an einer einfachen dramatischen Grundstruktur orientiert. Inhaltlich war dieses Szenarium als Variante an den Film „Project X“ angelehnt. Hitzig und kontrovers wurde diskutiert, was Konflikt, Wendepunkt und Lösung des Stückes sein soll. Der nächste Schritt war die Arbeit an Figuren. Über Standbilder, Impro-Spiele, Rollenfeedback u.ä. wurde eine ganze Reihe von Figuren entwickelt. Dabei war schnell klar, dass die Spielfreude mehr Figuren hervorbringt als wir überhaupt auf die Bühne stellen können.

Unser Coach war Michael Wolf, Schauspieler, Fernsehregisseur und Mitbegründer des Berliner Impro-Theaters „Die Gorillas“. Alle waren gespannt, wie ein solcher Profi mit unseren Ideen und bisherigen Leistungen umgehen würde. Es wurden drei sehr anstrengende und absolut begeisternde Probentage. Sehr intensiv wurde an der Schauspieltechnik gearbeitet. Immer wieder wurden die gespielten Szenen auch dramaturgisch hinterfragt. Allen gut in Erinnerung geblieben ist die Aufgabe, jede Szene in nur drei Sätze zu fassen. Nach dem Prinzip „Alle dienen dem Helden“ änderte sich die Funktion einiger Figuren nochmal. Ein besonderes Highlight war es, einen echten Fernsehregisseur bei den Dreharbeiten zu sehen. Ein großer Teil der Videoeinspielungen wurde vom Kurs allein erstellt. Die Arbeit mit Michael Wolf zeigte nun einerseits, dass wir schon Vieles richtig gemacht hatten, andererseits aber auch, dass an einem Filmset viel mehr Konzentration erforderlich ist als wir es uns vorgestellt hatten. Und natürlich haben wir auch handwerkliche Kniffe beobachten können, die unserer Filmarbeit bisher fehlten. So ist z.B. ein Teil unserer Aufnahmen durch falsche Blickrichtungen schief gegangen. Die Aufnahmen mit dem Coach ermöglichten dagegen Filmschnitt ohne Kontinuitätsbrüche.

Was kommt schon dabei raus, wenn Profis aus der Theater- und Filmpraxis auf Schülergruppen treffen? Die Verblüffung bestand auf beiden Seiten: Wie anstrengend Theaterarbeit sein kann, wie anstrengend die Rahmenbedingungen des Schultheaters sein können. Das Beste an der Zusammenarbeit mit Michael Wolf war, dass nicht nur wir begeistert von seiner Erfahrung und seinem Können waren. Auch umgekehrt war ein riesiges Interesse an der Arbeit mit uns spürbar, echte Neugier auf uns und unser Stück, Anerkennung unserer Leistungen. Was also kam heraus bei der Zusammenarbeit? Größter gegenseitiger Respekt, Begeisterung fürs Projekt und großer Stolz auf das Ergebnis.

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TheaterSchule - Sommerakademie 2017

Die Sommerakademie Theater/Schule Brandenburg 2017 bietet in Kooperation mit dem
Bundesverband Theater in Schulen e.V., dem Schultheater der Länder 2018 und der
Stiftung Mercator fünf Werkstätten zum Thema „
Theater und Politik / Das Politische im
Theater
“ an. Den TeilnehmerInnen wird die Möglichkeit geboten, ihre Erfahrungen zu
diesem Thema auszutauschen, durch die DozentenInnen neue Impulse aufzunehmen und
sich praktisch wie theoretisch auf das Schultheater der Länder 2018 zum selben Thema
vorzubereiten. Für das SdL 2018 werden nämlich Theaterproduktionen aus allen
Schulstufen und Schulformen gesucht, die sich intensiv mit Bezügen zwischen Theater und
Politik auseinandersetzen. Gemeint ist dabei nicht nur die Behandlung politischer Themen,
sondern vor allem die Erkundung von Formen, die politisches Handeln befördern.

Theater und Politik / Das Politische im Theater


Auszug aus der Ausschreibung für das SdL:
„Das Theater bietet auf ganz besondere Weise die Möglichkeit, sich politisch auszudrücken.
Politisches wird heute nicht mehr nur als Inhalt auf die Bühne gebracht, vielmehr bedient
sich zeitgenössisches politisches Theater auch spezieller Formen, die u. a. klare
Abgrenzungen zwischen Theater und Aktionskunst in Frage stellen.
[...]
Für das Schultheater der Länder 2018 werden Theaterproduktionen aus allen Schulstufen
und Schulformen gesucht, die mit Mitteln der darstellenden Kunst Wirklichkeit spiegeln, sie
in Frage stellen, alternative Wirklichkeiten entwerfen, gestalten und präsentieren.
[...]
Dabei können folgende Fragen im Fokus stehen:
• Welche theatralen Darstellungsformen bieten sich für das Thema besonders an?
• Welche aktuellen politischen Themen wollen die Schülerinnen und Schüler auf der Bühne
verhandeln?
• Inwieweit können zeitgenössische oder klassische Texte hierfür hilfreich sein?
• Ist es möglich, sich in Zeiten multilateraler Konflikte eindeutig zu positionieren?“
Es soll Aufgabe der Sommerakademie sein, konzeptuelle und methodische Möglichkeiten
zu finden, wie Schultheatergruppen heutzutage politisches Theater machen können.
Entscheidend ist dabei zu verdeutlichen, dass das Politische nicht dem Konsens zustrebt,
sondern gerade den Dissens herstellen und aufrechterhalten muss, um allen eine Stimme
zu geben und Macht sichtbar zu machen.
Die Sommerakademie 2017 ist unter der Nummer -
wird nachgereicht - durch das
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg als Fortbildung
anerkannt.

transARTES – Akademie für Darstellende Künste, Medien und Kultur Werkstätten

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