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Bundeskongress 2009

„TheaterSpiel in der Primarstufe“

Ich war dabei - beim Bundeskongress des Bundesverbandes Theater in Schulen vom 7. – 9. 5. 09 in Nürnberg

 

Schwarz gekleidete Grundschulkinder bewegen sich fließend und barfuß über die Bühne. Einige tragen bunte Hüte, andere bunte Tücher. Dazu eindringlich-schöne Musik. Später werden die Bewegungen eckig, Stöcke kommen dazu und effektvolle Beleuchtung.

„Was ist Theater?“, fragen sie in den Raum und antworten darauf mit ihrem Spiel.

So beginnt dieser Kongress und das Publikum, ca. 130 Teilnehmer, ist begeistert.

Ja, so ähnlich könnte man ein Programm mit Kindern erarbeiten, denke ich. Einige Warm – up – Übungen zu einer Choreographie verbinden ...

Es folgen Grußworte und Impulsreferate, alles dreht sich um die Frage: „Wozu das Theater?“

Abends gibt es im Kindertheater „Mummpitz“ eine ganz besondere Aufführung, nicht nur für Kinder geeignet! Ganz großartig!

Wie ich nach Nürnberg gekommen bin? Mit dem Zug. Aber vor allem durch die Fachberaterin für DS Heike Schade, die mich bei der Pantomime – Weiterbildung im LISUM schon fast überzeugt hatte. Als sie mir dann noch eine sehr motivierende, nette Mail nach Hause schickte, meldete ich mich an und vertrat so die Landesarbeitsgemeinschaft für Darstellendes Spiel in den Schulen e.V.

Aber erst musste Heike auch noch meinen Chef dazu bewegen, mich für zwei Tage freizustellen, denn das wollte er zunächst nicht so richtig.

Es hat sich gelohnt.

Der zweite Tag brachte interessante Begegnungen mit netten Theaterlehrern aus vielen Teilen Deutschlands in Diskussionsforen und Workshops. Abends eine Stadtführung durch Nürnbergs Altstadt.

Am dritten Tag stand wieder die bildungspolitische Bedeutung des Schultheaters im Zentrum. Hochrangige und kompetente Referenten stellten fest, dass es Kindern und Jugendlichen nicht primär an Grundwissen mangele, sondern vielmehr an Selbstständigkeit, Problemlösungs-strategien, selbstreguliertem Lernen sowie an konstruktiver Phantasie und Kreativität.

Schultheater sei ein Medium der Vereinigung vieler Lern- und Bildungsfelder. Es entwickeln sich Ich – Kompetenzen (Selbstbewusstsein, Engagement usw.), Sozialkompetenzen (Verantwortung, Kommunikation, Kooperation), Methodenkompetenzen und Wissen.

Die Ausbildung stimmlicher und sprachlicher Qualitäten, die Erhöhung und Verbesserung des Körpergefühls und der Körperbeherrschung, die Schulung der Ausdrucks- und Erlebnisfähigkeiten stehen im Mittelpunkt.

„Denn das Schultheater kombiniert Sprache, Literatur, Körperlichkeit, Bewegung, bildende Kunst, Musik, Tanz, Gesang in einer in der Schule nicht mehr auffindbaren Komplexität“, sagt Professor Dr. Eckart Liebau von der Universität Erlangen.

Theaterspiel sei ein Weg der Persönlichkeitsentwicklung, ein nachhaltiges Bildungsereignis, so Liebau.

Ein Schulfach „Theater“ für alle Kinder mit gut ausgebildeten Lehrern erscheine in diesem Zusammenhang als unumgänglich – so der Grundtenor des Bundeskongresses.

 

Anke Simon

(Lehrerin für D / Ge, aber auch Theater, Kunst, Sachkunde)

Grundschule „Robert Koch“ Niemegk
 

 

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